Drei Köpfe, ein Thema, unzählige Probleme – und ein Blog, der trotzdem entstand

Unsere Reise durch dieses Praxisprojekt und die Arbeit an diesem Blog, war steinig, um es vorsichtig zu sagen. Alles begann damit, dass wir uns auf eine Autorin konzentrieren und um sie herum den Rest spinnen wollten. Ihr Name ist Aphra Behn. Und wir hatten sogar Quellen und Nachschlagewerke. Doch je tiefer wir in die Recherche einstiegen, desto klarer wurde uns: Über Aphra Behn ist erstaunlich wenig gesichertes Wissen überliefert. Wo die eine Quelle eine Behauptung aufstellt, widerspricht die nächste. So mussten wir nach mehreren Monaten unser Thema komplett über den Haufen werfen und neu anfangen.

Wir waren begeistert.

Wir wollten aber immer noch den Fokus auf schreibende Frauen richten und auch Aphra Behn, unser Sorgenkind, das uns langsam ans Herz gewachsen war, fand schließlich  ihren Platz. Die Planung lief, der Zeitdruck saß uns im Nacken, aber alle waren motiviert.

Dann kam die Forderung nach einer Fragestellung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte bei uns noch ein dickes Fragezeichen gestanden. Also trafen wir uns über Discord und riefen die WhatsApp Gruppe ‚Fragestellung fragwürdig‘ ins Leben, die rasch zur Ablagestelle für sämtliche Dokumente, Mitschriften und spontane Ideen wurde.

Die Krone wurde dem Ganzen schließlich dadurch aufgesetzt, dass über die Semesterferien hinweg immer mindestens eine von uns im Urlaub war. Kurzum: Die Zeit war knapp. Besonders, als sich dann auch noch alle möglichen technischen Probleme einschlichen – sowohl auf unserer Seite als auch auf Seiten der Universität. Es war fast so, als wollte irgendeine höhere Macht verhindern, dass wir dieses Projekt fertigstellen.

Aber irgendwie haben wir uns durchgebissen, sonst würdet ihr das hier schließlich nicht lesen. Wir lieben Literatur und die Menschen hinter den Seiten. Jene, die mit ihren Worten Welten erschaffen. Wir waren neugierig: Wie war es damals? Was waren Herausforderungen? Warum gab es so wenig weibliche Autorinnen? Und warum veröffentlichen viele unter männlichen Pseudonymen? Also haben wir in die Büchse der Pandora geschaut – und sind kopfüber hineingefallen. Deshalb laden wir euch ein, uns auf dieser Reise zu begleiten und auf folgende Fragen Antworten zu finden:

  • Wie setzten sich Frauen sich damals in der Literatur durch?
  • Welche Strategien haben sie verwendet?
  • Und wer unter Ihnen ebnete den Weg oder erschwerte ihn sogar unfreiwillig?
361 Wörter

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